Europa ist kein Ort. Europa ist eine Idee, ein Alltag, ein Widerspruch – und vielleicht auch eine Stadt. Mit EUROPA.town entsteht derzeit ein neues redaktionelles und visuelles Projekt über Menschen, Geschichten und Perspektiven eines Kontinents. Noch ist vieles offen. Genau deshalb suchen wir Menschen, die mitdenken, mitzeichnen und miterzählen wollen.
Europa hat viele Hauptstädte.
Aber vielleicht fehlt ihm eine gemeinsame Stadt.
Nicht als Regierungssitz.
Nicht als neue Institution.
Und schon gar nicht als weiterer Ort für Flaggen, Gipfeltreffen und Sonntagsreden.
EUROPA.town ist eine andere Idee.
Eine gedachte Stadt, in der Brüssel neben Regensburg liegen kann, Hamburg neben Straßburg, Essen neben Lille und vielleicht irgendwann ein kleiner Ort in Zeeland neben einem Viertel in Paris.
Nicht geografisch.
Sondern erzählerisch.
EUROPA.town möchte Europa als gemeinsamen Lebensraum sichtbar machen – über Geschichten, Begegnungen, Bilder, Gespräche und Orte.
Europa beginnt nicht in Brüssel
Wenn über Europa gesprochen wird, geht es schnell um Institutionen, Verträge, Grenzen oder Wahlen.
Aber Europa findet längst woanders statt.
Am Bahnhof.
Im Café.
Auf dem Markt.
Im Klassenzimmer.
Am Küchentisch.
Auf Reisen.
In Städten, Dörfern, Grenzregionen und Nachbarschaften.
Dort begegnen sich Menschen, Sprachen, Erinnerungen und Lebensentwürfe.
Genau dort möchte EUROPA.town beginnen.
Nicht bei der Frage, wie Europa verwaltet wird.
Sondern bei der Frage, wie Europa gelebt wird.
Eine Stadt aus Geschichten
Unter www.europa.town entsteht derzeit eine Plattform für Geschichten aus Europa.
Menschen sollen dort erzählen können, wie sie ihren Kontinent erleben.
Was sie verbindet.
Was sie trennt.
Was sie vermissen.
Und was sie sich wünschen.
EUROPA.town kann dabei journalistisch sein, persönlich, dokumentarisch, humorvoll oder kritisch.
Texte spielen eine Rolle.
Aber ebenso wichtig sollen Bilder werden.
Illustrationen.
Cartoons.
Graphic Novels.
Fotografie.
Figuren.
Und vielleicht irgendwann ganze visuelle Erzählwelten.
Denn Europa ist kompliziert.
Und manchmal lässt sich ein Widerspruch in einem Bild besser zeigen als in zehn politischen Statements.
Der Gelbe Tisch als Treffpunkt
Ein wichtiger Teil von EUROPA.town ist der GELBE TISCH.
Ein einfacher Tisch.
Gelb.
Mobil.
Und offen.
Er kann in Essen stehen, in Brüssel, Regensburg, Hamburg oder Straßburg.
Menschen setzen sich dazu.
Sie erzählen.
Über ihre Stadt.
Über Europa.
Über Politik.
Über Alltag.
Über das, was funktioniert.
Und über das, was vielleicht schon lange nicht mehr funktioniert.
Der GELBE TISCH soll kein Podium sein.
Keine Bühne für fertige Antworten.
Sondern ein Ort für Gespräche.
Vielleicht wird er damit so etwas wie der Marktplatz von EUROPA.town.
Europa darf auch gezeichnet werden
EUROPA.town soll jedoch nicht nur ein journalistisches Projekt werden.
Uns interessiert auch die Frage, wie sich Europa visuell erzählen lässt.
Wie sieht dieser Kontinent aus, wenn man ihn nicht über Karten und Grenzen definiert?
Welche Figuren könnten durch EUROPA.town laufen?
Welche Geschichten entstehen zwischen Brüssel, Marseille, Essen, Rotterdam oder Ljubljana?
Und wie lassen sich politische und gesellschaftliche Fragen in Comics, Cartoons oder Graphic Novels übersetzen?
Europa hat eine große Comic- und Illustrationskultur.
Belgien, Frankreich, Italien, Spanien und viele andere Länder haben ganz eigene visuelle Traditionen hervorgebracht.
EUROPA.town möchte diese Idee aufnehmen – und gleichzeitig etwas Neues daraus entwickeln.
Noch ist diese Stadt eine Baustelle
EUROPA.town befindet sich im Aufbau.
Viele Bereiche sind noch nicht fertig.
Manche existieren bislang nur als Idee.
Geschichten müssen geschrieben werden.
Figuren müssen entstehen.
Formate müssen ausprobiert werden.
Und vielleicht werden manche Ideen auch wieder verworfen.
Das gehört dazu.
Denn EUROPA.town soll nicht als fertige Plattform präsentiert werden.
Die Stadt soll wachsen.
Schritt für Schritt.
Ort für Ort.
Geschichte für Geschichte.
Gesucht: Menschen mit eigener Handschrift
Deshalb suchen wir Menschen, die sich vorstellen können, an EUROPA.town mitzuarbeiten.
Illustratoren, Cartoonisten, Comiczeichner, Graphic-Novel-Künstler, Grafiker, Fotografen, Autoren und andere visuelle oder journalistische Geschichtenerzähler.
Uns interessiert dabei keine einheitliche Ästhetik.
Im Gegenteil.
Europa besteht aus unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Perspektiven.
Warum sollte es dann nur einen Zeichenstil geben?
Gesucht werden Menschen mit eigener Handschrift.
Menschen, die beobachten.
Die Fragen stellen.
Die Widersprüche sehen.
Und die Lust haben, daraus Geschichten zu machen.
Auch Hochschulen, Kunst- und Designschulen, Studierende, freie Künstler, Redaktionen, kulturelle Einrichtungen und europäische Initiativen sind eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen.
Vielleicht braucht Europa keine neue Hauptstadt
Vielleicht braucht Europa etwas anderes.
Mehr Orte, an denen Menschen einander zuhören.
Mehr Geschichten, in denen nicht immer nur Institutionen vorkommen.
Mehr Bilder eines Kontinents, der nicht fertig ist.
EUROPA.town möchte ein solcher Ort werden.
Eine Stadt ohne Stadtgrenze.
Offen für Menschen, Ideen und Geschichten.
Kontakt:
info@relation.oneMehr zum Projekt:
www.europa.town
EUROPA.town ist noch nicht gebaut.
Vielleicht ist genau das die Einladung.
